Winterwanderung bei Steffeln in der Westeifel

Tiefer weißer Schnee, strahlende Sonne und ein tiefblauer Himmel – so war es gestern in der Eifel.
Wir haben den traumhaften Tag für eine lange Wanderung durch den Schnee genutzt. Start und Ziel war das Örtchen Steffeln in der Eifel, ein bißchen südlich von Blankenheim.

Blick vom Steffelnkopf Richtung Duppach
Geparkt haben wir am Steffelnkopf südlich des Ortes, am Eingang zum Vulkangarten. Einst war der Steffelnkopf ein herrlicher Vulkankegel, der die Landschaft überragte, allerdings, die 60 Meter sind abgetragen und zu Straßenschottern verarbeitet, wo einst dieser Vulkankegel stand, klafft jetzt ein tiefes Loch, die jetzt stillgelegte Lavagrube.

Aus geologischer Sicht in jedem Fall ein Highlight, ein hochinteressanter Lehrpfad führt durch die ehemalige Lavagrube und die verschiedenen Facetten des Vulkanismus und der vulkanischen Gesteine, Infotafeln beschreiben den Vulkanismus in der Eifel.

Lavaschichten des ehemailgen Steffelnkopfes
Lavaschichten des ehemailgen Steffelnkopfes

Auf der anderen Seite der Lavagrube geht es hangsabwärts mit Blick in Richtung Duppach und Gerolstein, der ausgeschilderte Weg führt handabwärts zum Eichholzmaar, einem der kleinsten Eifelmaare mit nur 120 Metern Durchmesser.

Auf dem Weg dorthin passieren wir noch den Steffelner Drees, eine ziemlich eisenhaltige Mineralquelle mit Rastplatz. Wie eisenhaltig das Wasser ist, das sieht man am gefassten Becken , der das gesamte Bachbett ist von Eisenhydroxid rostrot gefärbt. Der Bach fließt weiter zum Eichholzmaar und das Bachbett ist auch im weiteren Verlauf rötlich.

rotes Eisenhydroxid im Bach am Steffelner Drees
rotes Eisenhydroxid im Bach am Steffelner Drees

Das Eichholzmaar selbst war einst verlandet und landwirtschaftlich genutzt, aber vor einigen Jahren wurde es renaturiert, wieder voll Wasser gelassen und liegt jetzt reizvoll in der Landschaft, Lebensraum für allerhand Vögel. Am Rande des Maares steht eine Beobachtungshütte, aus der man versteckt die Vogelwelt rund um das Maar beobachten kann …. am besten mit Fernglas und vor allem dann, wenn es angenehm warm ist.

Eichholzmaar im Februar mit Vogelbeobachtungshütte
Eichholzmaar im Februar mit Vogelbeobachtungshütte

Hier bieten sich nun zwei Möglichkeiten an, auf ausgeschilderten Wanderwegen weiterzugehen. Wer eine größere Runde machen möchte, die dann letztendlich etwa 15 km lang ist, der folgt nun den Wegweisern Richtung Duppach. Wer es bei etwa 8 km belassen möchte, der bleibt auf dem ausgeschilderten Rundwanderweg Geopfad Steffeln und gelangt in großem Bogen über die Kapelle oberhalb von Steffeln – die auf dem Tuffring eines Maares liegt – in die Ortschaft Steffeln. Wer jetzt Hunger von der Tour hat – hier sind die Möglichkeiten, sich zu stärken Vulkanhotel Steffeln

Hinab geht es in eine Mulde, das Laachmaar, in dem der Römerhof liegt, kurz danach erreichen wir wieder den Parkplatz am Steffelnkopf, den wir schon lange wieder vor uns gesehen haben.

Die Wanderwege zwischen Steffeln und Duppach sind gut ausgeschildert und auch bei Schnee gut zu finden. Allerdings, sie sind wenig begangen, weshalb der Schnee relativ tief sein kann. Eine Wanderung durch 30 cm tiefen Schnee ist schon deutlich anstrengender als über schneefreie Wanderwege. Das sollte jeder bedenken, bevor er sich auf die Tour begibt.

Statt irgendwelcher Wegbeschreibungen, die hier nicht notwendig sind, denn es finden sich immer wieder Tafeln und Wegweiser, hier noch ein paar Fotos der wunderbaren Winterlandschaft. Egal ob Sommer oder Winter, die Gegend lohnt sich als Wandergegend. Wunderbare Ausblicke über die endlos erscheinende Eifellandschaft,viele liebliche Plätze um zu rasten und zu verweilen, interessanter Vulkanismus. Wen die Vulkanologie der Gegend mehr interessiert, dem empfehle ich meinen Wanderführer 12 Wanderungen auf den Spuren des Vulkanismus in der Westeifel, der Ende April 2015 im Gaasterland-Verlag erscheint. Auch die Gegend rund um Steffeln ist darin beschrieben.

 

 

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