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Frühmorgens auf dem Rolandsbogen bei Bonn

Morgenstund hat Gold im Mund …aber manchmal ist sie doch recht frisch, die Morgenstunde. So war ich gerade auf dem Rolandsbogen bei Bonn-Mehlen, einer basaltischen Vulkankuppe, die gleichzeitig mit den Vulkankuppen des Siebengebirges entstanden ist … vor etwa 25 Millionen Jahren. Bekannt ist die Kuppe heute durch den letzten Rest einer mittelalterlichen Burganlage.
Heute findet sich dort oben statt einer Ritterburg ein traumhaft gelegenes Restaurant. Der Blick von hier oben über das Rheintal und auf das gegenüber gelegene Siebengebirge ist großartig.
Sollte dann noch die Sonne rot und leuchtend aufgehen, dann lohnt sich das frühe Aufstehen.

Wagen Sie es einmal, stellen Sie den Wecker auf ganz früh und machen Sie sich auf den Weg. Die Sonne geht im Osten auf, wann genau, das lesen Sie im Internet

www.sonnenuntergang-zeit.de/

Gehen Sie ans Rheinufer, auf einen Gipfel in der Eifel, nehmen Sie eine Thermoskanne heißen Tee mit. Es lohnt sich früh da zu sein, schon eine Stunde vor dem Sonnenaufgang beginnt das Spektakel. Langsam beginnt sich der Himmel zu verfärben, färbt vielleicht die Welt ins rot, bis schließlich die Sonne im Osten über den Horizont empor kommt und die Welt wärmt und in ein gleißendes Licht taucht.

Auch tagsüber ist es reizvoll auf dem Rolandsbogen, bei herrlicher Aussicht über das Rheintal läßt es sich gut speisen    www.rolandsbogen.de/

 

Sonnenaufgang im Drachenfelser Ländchen

Morgenstund hat Gold im Mund … so heißt es schon mal.

Aber für die meisten Menschen ist es eher eine Qual. Zumindest die richtig frühe Morgenstund zum Sonnenaufgang, der im Sommer auch noch so richtig früh ist. Sonnenaufgang im Januar, das kann jeder. Aber im Juni, zur Sommersonnenwende, wenn die Tage am längsten sind, wenn die Sonne schon kurz nach 5 Uhr aufgeht, da ist der Kampf gegen die Schwerkraft im Bett schon eine echte Schlacht.

Aber wenn man es dann geschafft hat, ist es grandios ! So war ich vor ein paar Tagen morgen um 3.30 Uhr unterwegs in Richtung Wachtberg, um von den Höhen bei Berkum aus den Sonnenaufgang hinter dem Siebengebirge anzusehen. Es war ein Erlebnis einer anderen Dimension ! Um 4.30 Uhr war es noch dunkel, aber allmählich begann es hinter dem Siebengebirge leicht rötlich zu werden. Die Wolken am Himmel verfärbten sich allmählich und plötzlich schaute die Sonne hinter dem Ölberg hervor. Dann ging es rasend schnell, sie eilte nach oben und tauchte das Drachenfelser Ländchen in diese Farben, die es nur des Morgens zum Sonnenaufgang gibt. Und ich stand da, vollkommen fasziniert und vollkommen glücklich, diesen Anblick genießen zu können und nicht mehr im Bett zu liegen.

Auch wenn es schwer fällt, macht Euch auf den Weg. Des Abends etwas früher ins Bett, den Wecker morgens gestellt, noch Zeit für einen oder zwei Kaffee … und dann los. Raus. Nach oben, dort wo der Ausblick gut ist und wo sich eine Kulisse bietet. Der Rucksack und die Fotoausrüstung sollten schon am Abend zuvor gepackt sein, ein Picknickpaket kann auch nicht schaden, denn viele schöne Plätze erfordern eine kleine Wanderung dorthin. Auch das macht dem Morgen grandios. Im Dunklen geht es los, allmählich erwacht rundherum die Natur, immer mehr Vögeln beginnen zu singen, die Farben des Himmels verändern sich im Minutentakt. Ein klarer Himmel, an dem der rote Feuerball der Sonne emporsteigt, ein Himmel voller Wolken, die das Farbenspiel mitmachen, eine Nebellandschaft, aus der plötzlich die Sonne hervor bricht. Jede Szenerie ist einzigartig und ist den Morgen wert.

Kein Sonnenaufgang im Siebengebirge

Mystische Löwenburg-Ruine

Klare kalte Luft kann einen wunderbaren Himmel bescheren und auch traumhafte Sonnenaufgänge. Nachdem der Himmel gestern den ganzen Tag strahlend blau war, bin ich heute morgen schon 7 Uhr auf der Margarethenhöhe bei Königswinter-Ittenbach gewesen, um oben auf der Löwenburg den Sonnenaufgang zu beobachten. Durch den stockdunklen Wald ging es aufwärts, um 7.45 Uhr standen wir auf der Löwenburg-Ruine … im dichten Nebel. Noch war es schön warm, der Aufstieg auf die mittelalterliche Burgruine ist durchaus ein bißchen steil, aber wenn man dann so da steht, bei eisigem Wind und -12°C, dann zieht die Kälte doch langsam in durch die mehrfachen Kleiderschichten. Allmählich wurde es auch Zeit, das die Sonne hervor kommen sollte, aber der Nebel wollte sich nicht lichten. Es blieb grau. Kein Sonnenaufgang, kein Sonnenstrahl.

Aber dennoch, die Burgruine lag da in Schnee und Nebel, ein mystischer Anblick. Auch wenn es kalt wurde, der morgendliche Ausflug hat sich gelohnt. Die Löwenburg ist zu jeder Tageszeit und zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.

Sonnenaufgang in der Wahner Heide

Die Wahner Heide, rund um den Köln-Bonner Flughafen gelegen. Ehemals Militärübungsplatz der Belgischen Armee, seit diese abgezogen ist, ist die Wahner Heide Naturschutzgebiet.
Eine wunderschöne Heidelandschaft, die an die Lüneburger Heide erinnert, nur eben viel kleiner. Aber dennoch hat die Wahner Heide ihre Reize. Sie ist teilweise noch auf dem Kölner Stadtgebiet gelegen und somit für Kölner mit der KVB-Linie 9 erreichbar.  Direkt nebenan gibt es das Autobahnkreuz Flughafen, auch mit dem Auto ist man schnell dort. Und wer von weither kommt, kann mittendrin mit dem Jet landen.

Der Funkmast auf dem telegrafenberg

Der Funkmast auf dem telegrafenberg

Zugegeben, das klingt alles nicht nach einem romantischen Naturschutzgebiet, aber dennoch läßt es sich insbesondere unter der Woche in der Wahner Heide einsam herum wandern, eine Vielzahl Pflanzen und Tiere läßt sich beobachten. Heidelandschaft mit eiszeitlichen Sanddünen, sumpfigen Birkenwald, Moor mit Wollgras. Rotwild, Rehwild, Schlangen und Eidechsen, Vögel und Insekten. Auf den Weiden im Geisterbusch grasen Esel, Ziegenherden, Glanrinder und sogar eine Herde asiatischer Wasserbüffel. Natürlich gibt es auch eine Schafherde, die dafür sorgt, das die Heide nicht verbuscht und letztendlich zum Wald wird.

Besonders reizvoll ist die Wahner Heide im Sonnenaufgang, da gestern herrliches Wetter war und die Sonnenaufgänge derzeit recht spät sind, ist auch das frühe Aufstehen kein Problem. So war ich denn längst vor Sonnenaufgang am Heidekönig, bin von dort in die nahegelegenen Sanddünen gewandert und habe gewartet, das sich der Sonnenball über den Horizont schiebt.

Es waren kaum Wolken am Himmel, deshalb gab es leider keine Fotos mit spektakulärem Himmel, aber dennoch : wenn sich die Sonne über die Bäume schiebt und die Heide in ein goldgelbes Licht taucht, ist es ein grandioser Anblick. Noch schöner – aber ein bißchen kälter – ist es, wenn richtiger Winter herrscht und die Heide vom Rauhreif überzogen ist, ein spektakuläres Erlebnis.

Also : mal morgens früh raus aus dem Bett, Skiunterwäsche etc., an, heißen Tee und ab in die Wahner Heide. Ansonsten geht das auch im Sommer, wenn es warm ist, allerdings: dann sind die Sonnenaufgänge schon des Morgens um vier Uhr.

Vielleicht sehen wir uns auf den Dünen ?

Wie kommt man hin : mit ÖPNV gar nicht, mit dem Auto auf dem Mauspfad zum Forsthaus Telefraf/ Heidekönig und von dort auf dem ausgewiesenen Weg in die Heide hinein. Immer geradeaus, etwas einen Kilometer und schon steht Ihr in den Sanddünen der Wahner Heide.

Natürlich lohnt sich danach eine schöne Wanderung Richtung Fliegenberg.

Löwenburg – zur jeder denkbaren Zeit

Es gibt wenig Orte, deren Besuch zu jeder nur denkbaren Zeit lohnt.

Morgens, Mittags, Abends, Nachts. Im Winter, im Frühling, im Sommer, im Herbst.

Die Ruine der Löwenburg im Siebengebirge, oben auf dem gleichnamigen Berg Siebengebirge ist solch ein Ort, ein wirklicher Lieblingsort zu jeder nur denkbaren Zeit.

Die Fernsicht von der Löwenburgruine ist in jede Himmelsrichtung genial. Nach Osten schaut man weit über das Siegerland, nach Südosten über den Westerwald, da schaut auch noch der Meerberg am südlichen Rande des Siebengebirges hervor. Tief unten im Tal glitzert der breite Strom des Rheins. Die gesamte Eifel liegt zu Füßen. Am Horizont qualmen die Kühltürme der Braunkohlekraftwerke und die Spitzen des Kölner Doms ragen weit hinter Bonn in den Himmel. Auch auf die direkte Nachbarschaft, auf Ölberg, Petersberg und Drachenfels ist der Blick frei.

Phänomenal sind die Sonnenaufgänge, wenn hinter dem Westerwald der Feuerball der Sonne in den Himmel aufsteigt. Genauso faszinierend sind die Sonnenuntergänge. Der Rhein wird vergoldet und fließt als glitzerndes Band entlang, die Ruine der Löwenburg erscheint feurig-rötlich angestrahlt, Bonn und Köln versinken langsam in der Dunkelheit, wenn die Sonne hinter den Braunkohlekraftwerken langsam nach unten sinkt.

An schönen Sommerabenden ist man nie alleine auf der Löwenburg, ein paar Sonnenuntergangsfans finden sich dort immer mit Picknick und Weinflasche ein.

In der Nacht bei sternklarem Himmel ist es auf der Löwenburg dunkel genug, um endlose Sterne zu sehen und doch noch den Blick auf die Lichter der Städte zu genießen.

Im Winter im Schnee, im dichtesten Nebel, wenn die Ruine auf einmal schemenhaft aus dem grauweißen Dunst auftaucht, an den schönsten Sommertagen, ein Aufstieg auf die Löwenburgruine ist immer ein Erlebnis.

Die Löwenburgruine im Morgennebel vor dem Sonnenaufgang, der dann doch nicht kam. – Januar 2015

Löwenburgruine im Schnee – Januar 2015

Löwenburgruine im morgendlichen Nebel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur richtigen Tageszeit bietet sich am Fußes des Berges der Löwenburger Hof zur Rast an.

Wie kommt man hin ?

Von alten Ortskern Rhöndorfs mit seinen Fachwerkhäusern in die Löwenburgstrasse hinein, am Friedhof vorbei und dann nur noch geradeaus durch das Rhöndorfer Tal.

Vom Schmelztal aus vom Wanderparkplatz Schmelztal den gut ausgeschilderten Wanderweg hinauf auf die Löwenburg, dies ist der längste und steilste Anstieg. Aber wir sind doch schließlich sportlich.

Von der Margarethenhöhe in Königswinter-Ittenbach Richtung Löwenburg, der Weg ist ebenfalls gut ausgeschildert.

Insbesondere am Abend, nach dem Sonnenuntergang, sollte niemand seine Stirn- und Taschenlampe vergessen, denn der Rückweg führt schließlich eine Weile durch den dann doch richtig dunklen Wald.

 

Eine schönen Blogbeitrag hat die Reisejournalistin Antje Zimmermann verfaßt, nachdem wir zusammen im Siebengebirge unterwegs waren und auch die Löwenburg erobert hatten.

Hier in Ihrem Reiseblog Weltenkundler

Sonnenaufgang hinter dem Siebengebirge

Ganz früh, noch in der Dunkelheit muss man raus. Wenn die Wege noch so im Dunkeln liegen, das sie kaum zu sehen sind. Wenn der Wetterbericht einen sonnigen Tag ankündigt, dann kann der Sonnenaufgang gewaltig werden.
Der Herbst bietet dazu nicht nur die Möglichkeit klarer Sonnenaufgänge und mystischer Wolken, der Sonnenaufgang beginnt auch erst zu einer doch erträglichen Zeit. Während im Sommer die Sonne schon so früh aufgeht, das der Wecker nachts um 3 Uhr klingeln muss, reicht es jetzt im Oktober, sich um 6 Uhr auf den Weg zu machen.

Um 6 Uhr morgens machte ich mich in Köln auf den Weg, war vor 7 Uhr auf dem Rodderberg bei Bonn-Bad Godesberg und stand um 7 Uhr ganz oben auf dem Gipfel, warm verpackt mit heißem Tee, denn der Morgen war schon recht kalt und der Wind blies. Stockdunkel noch, aber hinter dem Siebengebirge schimmerte es leicht rot. Eine halbe Stunde noch …

Erstes Glühen hinter dem Siebengebirge

Es wird heller, das Glühend verstärkt sich, es wird gefühlt kälter, am Himmel werden die Flugzeuge von der Sonne angestrahlt, die sich noch hinter den Gipfeln des Siebengebirges versteckt, sie wirken wie Kometen. Über dem Rheintal hängen mächtige Wolken, wie ein großer weißer schaumiger Fluß fließen sie langsam das Rheintal hinab Richtung Nordsee, wohlwissend, das sie diese nicht erreichen werden, weil sie sich zuvor in der Wärme des Tages auflösen werden.

Kurz danach, gegen 8 Uhr, machte ich schnell auf den Weg zum Rolandsbogen, der – direkt über dem Rhein – vollkommen in den Wolken hing.

Rolandsbogen im Morgennebel

Es wollte grandios werden und es wurde grandios … durch die Wolken schimmerte immer öfters die helle Sonne, auf einmal brach sie durch. Der Nebel lichtete sich, der Rhein tauchte tief unter mir auf und oben über den Wolken, schauten immer wieder die Kuppen des Siebengebirges hervor. Wie kleine Inseln umwogt vom weiten rauschenden Meer.Sonnenaufgang Rodderberg - 103-1000

Es lohnt sich, des Morgens mal früh aufzustehen, einen Berg mit Aussicht zu suchen, Skiunterwäsche und einen Kanne heißen Tees können nicht schaden. Mystische Bilder, grandiose Aussichten und das unglaubliche Erlebnis, wenn am Horizont der rote Sonnenball auftaucht und sich nach oben schiebt. Viele Kuppen sind geeignet … der Rodderberg genauso wie auf der anderen Seite des Rheins der Drachenfels, die Löwenburg oder der Ölberg. Nur … man muß rechtzeitig da sein, besser eine halbe Stunde zu früh, denn auf einmal geht alles rasend schnell.

Aber wir können auch gemeinsam auf GeoExkursion ins Siebengebirge gehen, nach dem Frühstück   HIER

 

 

 

Morgengrauen in der Wahner Heide

Morgengrauen.
Wahrlich, es ist kein Grauen, den Sonnenaufgang in der Wahner Heide anzuschauen. Eher ist es ein Erlebnis, wenn es langsam hell wird, vielleicht noch Nebelschwaden über die Landschaft ziehen und die Sonnen glühend hinter den Bäumen hervor kommt.

Heidedünen vor dem Sonnenaufgang

Heidedünen vor dem Sonnenaufgang

Es ist schon eine Weile her, Mitte März 2014, das ich das letzte Mal zum Sonnenaufgang dort war, da war der Morgen noch kalt, Skiunterwäsche und Thermohose, eine Thermoskanne voll heißem Tee, alles gut. Die Erikapflanzen waren noch von Rauhreif überzogen, auf den Pfützen waren Eisschichten, aber am Horizont dämmerte es schon.

Ein idealer Ort ist der Heidekönig, eine Waldgaststätte direkt am Rand der Wahner Heide bei Troisdorf, ich fahre mit dem Auto praktisch in die Heide hinein, bis auf den Parkplatz des Heidekönigs. Ich will ja nicht schon des Nachts loswandern, so gemütlich war es um diese Jahreszeit auch nicht. 20 Minuten Fussweg, der Weg ist markiert und schon stehe ich inmitten der eiszeitlichen Sanddünen der Wahner Heide. Stativ aufgestellt, am östlichen Waldrand hinter der Heide droht der Sonnenball gleich hervorzubrechen. Mit einer scheinbar rasenden Geschwindigkeit schiebt sich die Sonne über den Horizont. Die Landschaft ist weit, nur Calluna-Heide (das sind die lila blühenden Erikapflanzen), ab und an eine Birke. Die Sonne färbt die Landschaft in rot-orange-gelb-Töne, bald fängt sie an zu wärmen ….

Ein grandioses Schauspiel, das ist immer wieder lohnenswert. Noch im Mai werde ich mir das wieder anschauen.

Link zur Gaststätte Heidekönig

Ein schöner Artikel mit etlichen Tipps, wohin in der Wahner Heide ein Tour lohnt, erschien gerade im Kölner Stadtanzeiger  HIER