Indian Summer im Siebengebirge

Blick vom Drachenfels

Herrliche Herbsttage liegen hinter uns. Auch wenn es nun gerade mal kalt ist und die ersten Schneeflocken gefallen sind, wird der Herbst noch eine Weile andauern. Der Schnee wird wieder weg sein, die Sonne kommt wieder raus und die Bäume werden noch bunter, noch gelber und noch roter.

Macht Euch auf und genießt die Sonne, wenn Sie wieder scheint. Gerade das Siebengebirge mit seinen weiten Laubwäldern ist prädestiniert für herrliche Herbstwanderungen und wunderbare Panoramablicke auf bunte Herbstlandschaften. Aber auch die überall hervorsprießenden Pilze und das gelbe Laub im Detail bieten schöne Motive.

Tipps

  • Auf den Drachenfels und von dort den Ausblick über den glitzernden Rhein genießen. Abwärts Richtung Milchhäuschen und durch das Nachtigallental wieder zurück.
  • Von der Löwenburg gibt einen nahezu uneingeschränkten Rundumblick.
  • Morgens auf dem Ölberg, wenn die Täler noch im Nebel liegen, danach zum Einkehrhaus am Stenzelberg und dort in der Mittagssonne auf der Terrasse Kuchen essen.
 Blick vom Gipfel des Ölberges
Blick vom Gipfel des Ölberges

Vollmond auf der Löwenburg

Siebengebirge im Nebel

Diese Jahreszeit verführt nicht immer dazu, draußen unterwegs zu sein. Nichts gegen eine richtige Kälte mit herrlichem Schnee vor blauem Himmel, aber dieses nasskalte Wetter kann schon sehr ungemütlich sein.

Löwenburger Hof im Nebel
Löwenburger Hof im Nebel

Allerdings war ich in der vergangenen Woche zweimal im Siebengebirge unterwegs und war fasziniert von dieser Landschaft im Nebel. Eine Tour führte mich von der Margarethenhöhe auf den Großen Breiberg. Vom Parkplatz am Margarethenkreuz geht es zunächst Richtung Löwenburg und schon der Ausblick über die große Streuobstwiese vor der Löwenburg ließ erahnen, wie der Rest der Tour werden könnte, ich könnte kaum den Löwenburger Hof erkennen und der Gipfel der Löwenburg war gänzlich verschwunden. Schöne Ausblicke sollte es heute wohl eher nicht geben. Rechts vorbei an der Löwenburg gelangte ich dann auf den Rheinsteig und folgte ihm Richtung Breiberge, der Pfad durch den Buchenwald erschien im Nebel regelrecht mystisch. Buchenwälder haben im Winter sowieso ihren seltsamen Reiz, da die vertrockneten Blätter noch lange hängen bleiben und die Bäume deshalb nicht kahl da stehen. Von der Breiberghütte hat man für gewöhnlich einen schönen Ausblick auf die Löwenburg, heute nur Nebel. Also ging es weiter auf den Breiberg-Gipfel, dort, wo sonst der Drachenfels über dem Rheintal thront, nichts als Nebel, direkt hinter den Bänken auf dem Gipfel schien die Welt zu enden. Dennoch herrschte hier oben eine beruhigende einsame Stille.

Kuckstein
Kuckstein – allerdings diesmalohne Aussicht

Auf der anderen Seite des Breiberges führt ein kleiner Pfad wieder herunter, der allerdings einige Trittsicherheit verlangt, bis schließlich der Rheinsteig wieder erreicht ist, dem folgte ich dann bis zur nächsten Hütte. Auf dem breiten Wanderweg geht es rechts hinab ins Rhöndorfer Tal, von wo es auf der anderen Seite des Tales wieder aufwärts geht. Bald ist der nächste grandiose Aussichtspunkt erreicht, der Kuckstein. Eine einsame Bank steht auf einem Felssporn hinter der Kucksteinhütte, für gewöhnlich hat man von hier einen herrlichen Ausblick auf die Breiberge … aber heute : Nebel.

Lohrbergsteinbruch
Lohrbergsteinbruch

Und auch etwas später am Lohrberg : dicker Nebel.

Ein mystisches Ambiente im Siebengebirge, ganz anders als bei strahlendem Sonnenschein, jedoch es lohnt sich eindeutig.

 

 

Drei Tage später war ich wieder im Siebengebirge und tatsächlich, die Berge waren weiß gepudert, für einen Kölner eine durchaus seltene Ansicht. Schnee ! Fast hätte ich meinen Plan geändert und wäre auf den Ölberg gegangen, bin dann aber doch bei meinem Plan Tretschbachtal und Annatal geblieben. Zweifelsohne ist das kleine, enge und ersteckt gelegene Tretschbachtal eines der zauberhaftesten Täler im Siebengebirge, sei es im Sommer, wenn dort alles grünt, sei es jetzt im Winter, wenn hier kein einziger Sonnenstrahl hinkommt.

Tretschbachtal im Dezember
Tretschbachtal im Dezember

Das Tretschbachtal erreicht man auch von der Margarethenhöhe aus, genau wie schon beschrieben zu den Breibergen, biegt man hinter der Löwenburg nicht auf den Breiberggipfel ab, sondern bleibt einfach auf dem Rheinsteig, der durch das Tretschbachtal hindurch führt. Der Rückweg führt wieder hangaufwärts durch das schöne Annatal mit seinen viele kleinen Tümpeln.

 

Tümpel im Annatal
Tümpel im Annatal

Schatzsuche auf der Löwenburg

Im Sonnenaufgang auf der Löwenburg - Januar 2014
Im Sonnenaufgang auf der Löwenburg – Januar 2014

Mit Steffen Reeder vom Fernsehsender Center TV bin ich einst auf Schatzsuche gewesen. Im Siebengebirge machten wir uns auf die Suche nach dem Geocache auf der Löwenburg im Siebengebirge. Dieser Film enthält ziemlich viele Informationen zum Geocaching grundsätzlich, wer wissen möchte, wie Geocaching funktioniert, bekommt hier viele Informationen.

Film : Der Schatz der Löwenburg