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Das GPS-Gerät Teasi One getestet

Seit einiger Zeit auf dem Markt sind die GPS-Geräte der Firma TEASI, im Großraum Köln werden oftmals sie auch als Prämie für ein Zeitungsabonnement angeboten. Da denkt man oft, das ist irgendein Billigprodukt, das kann nichts rechtes sein. Wir haben das Teasi One getestet und kommen zu einer durchaus positiven Bewertung.

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Vom Preis her ist sind Teasi GPS-Geräte echte Alternativen. Das Teasi One kostet etwa EUR 150,00, das mit weiteren Funktionen versehene Teasi Pro etwa EUR 180,00. Damit liegen die Teasi Geräte deutlich unter den Preisen der Konkurrenten Falk und Garmin. Leisten Sie auch soviel wie die Geräte dieser Anbieter ?
Das von uns getestete Teasi One macht einen soliden Eindruck, liegt gut in der Hand und besitzt ein angenehm großes, auch bei hellem Licht gut lesbares Touchscreendisplay. Nach dem Einschalten findet das Teasi ziemlich schnell Kontakt zu den Satelliten und zeigt die aktuelle Position an. Das Menü auf dem Display ist sehr übersichtlich und logisch aufgebaut, wir haben es schnell durchschaut und die einzelnen Funktionen schnell entdeckt. Das Lesen des Handbuches war zur Einarbeitung gar nicht notwendig, erst bei weniger häufig genutzten Funktionen war ein Blick ins Handbuch erforderlich. Das Handbuch wird nicht gedruckt mitgeliefert, sondern steht auf der Teasi Website zum Download zur Verfügung. Grundsätzlich hat besitzt das Teasi alle Funktionen, die andere GPS-Geräte auch besitzen, statt diese hier aufzuzählen, sei ein Blick ins Internet empfohlen www.teasi.eu
Was aber unterscheidet Teasi GPS-Geräte ? Da fällt zunächst das Kartenmaterial auf ! Im Gerät sind Karten von ganz Europa enthalten oder sie lassen sich über die kostenlose Software TeasiTool mit einem Knopfdruck ins Gerät kopieren. Was noch besser ist : Teasi bietet mit dem Gerät ein lebenslanges Karten-Kartenupdate ! Das macht natürlich das Teasi-Gerät noch preisgünstiger als andere, bei denen Updates des Kartenmaterials kostenpflichtig sind oder die benötigten Karten ziemlich teuer sind. Die von Teasi eingesetzten Open Street Maps (OSM), die auch in den Falk-Geräten zu finden sind, sind in manchen Fällen nicht so gut Garmin-Karten, für die meisten Situationen aber vollkommen ausreichend. Kartenmaterial ist außerordentlich wichtig für Radfahrer und Wanderer, ein wichtiger Punkt für die Kaufentscheidung, Teasi punktet hier mit guten Material zum sehr günstigsten Preis.

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Teasi GPS-Geräte sind benutzen verschiedene Profile und sind unterschiedlich einstellbar und nutzbar für Wanderer, Tourenradfahrer, Rennradfahrer und Mountainbiker. Teasi GPS-Geräte nutzen Daten im gpx-Format, das gpx-Format wird auf allen Tourenportalen angeboten und kann von allen Tourenplanungsprogrammen verwendet werden. Eigene Software bietet Teasi nicht an. Ausnahme ist das Teasi-Tool, dessen Möglichkeiten eher bescheiden sind. Es dient zum Übertragen von gpx-Daten ins GPS-Gerät oder zum Sichern der gpx-Daten im Gerät auf die Festplatte, weiterhin lassen sich damit sehr einfach Länderkarten ins GPS-Gerät einspielen, Softwareupdates werden automatisch anzeigt und können auf Knopfdruck installiert werden. Soweit alles ganz einfach. Zur Tourenplanung mit den Teasi-GPS-Geräten kann jedes beliebige Tourenplanungsprogramm benutzt werden. Teasi-User können das weitverbreitete Tourenplanungsprogramm Garmin Basecamp in vollem Umfang nutzen, lediglich die Übertragung der gpx-Daten muß dann mit dem Teasi-Tool erfolgen. Der Magic Maps-Tour-Explorer ist ebenso gut verwendbar wie die digitalen Karten des Kompass-Verlages. Alle existierenden Tourenplanungsprogramme können verwendet werden.
Sehr reizvoll ist die Kooperation zwischen Teasi und Kompass : digitale Kompass-Karten können ins Teasi-GPS-Gerät übertragen werden ! Durch einen microSD-Karten-Steckplatz ist der Speicherplatz nahezu beliebig erweiterbar.

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Haben Teasi-Geräte auch Nachteile ? Ja sicher, da ist schon der Kompass des Teasi One, ein GPS-Kompass, der nur in Bewegung funktioniert. Steht man still, zeigt er hin, wo er will. Das Teasi Pro hingegen besitzt einen „richtigen“ elektronischen Kompass. Problematisch ist auch der Akku. Teasi Geräte besitzen einen fest eingebauten Spezialakku, der nicht ausgetauscht werden kann. Eine böse Falle, wenn der Akku nämlich dann zur Neige geht, wenn er gebraucht wird : zum Ende der Tour, wenn es dämmert und das Ziel erreicht werden muß. Eine austauschbarer Akku oder noch besser Batterien bzw. AA-Akkus, wie das Falk Lux oder Garmin Geräte sie verwenden, wären die bessere Lösung gewesen. Aber : Teasi bietet einen externen Lithium-Ionen-Akku an, der am Fahradlenker unter das GPS-Gerät geschraubt werden kann und die Laufzeit auf bis das vierfache verlängert. Der Spaß kostet allerdings etwa EUR 80,00. Nach Hersteller-Angaben hält der Akku des Teasi-Gerätes 10-12 Stunden, eigene Messwerte haben wir noch nicht. Da Teasi-Geräte einen USB-Anschluß besitzen, können auch andere Powerpacks verwendet werden.
Für Radfahrer reizvoll ist die Sprachausgabe, die Falk-GPS-Geräte besitzen, man muß nicht so oft aufs Display schauen und kann sich mehr auf die Strecke konzentrieren. Teasi-GPS-Geräte sprechen nicht zu uns, dafür erscheint ihr Display klarer.
Was dem Teasi sicherlich fehlt, sind die Geocaching-Funktionen. Teasi kann kein Paperless Geocaching und ist zum Suchen von Geocaches nicht zu gebrauchen, schade eigentlich, denn es wäre gerade für Geocacher sicherlich ein reizvolles Gerät.
Was bietet das Teasi pro mehr ? Es besitzt einen richtigen Kompass, einen barometrischen Höhenmesser, Bluetooth-Übertragung und die Funktion des virtuellen Trainigspartners. Für Sportler sind die Funktionen zum Training sicherlich interessant, der normale Tourenradfahrer oder Wanderer kann sie sich sparen.
Fazit : ein gutes und empfehlenswertes Gerät, solange man in Europa bleibt, denn sonst mangelt es an Kartenmaterial. Gelöst werden sollte in jedem Fall die Stromversorgung, egal ob über das Teasi Akku Pack, ein anderes externes Akku-Pack oder Stromversorgung über den Nabendynamo bei Fahrrad. Denn ein GPS-Gerät ohne Strom ist kein GPS-Gerät.
Technische Daten, Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) und Handbücher zum Download finden sich im Internet : www.teasi.eu

GPS-Outdoor-Navigation für Wanderer und Radfahrer

Die klassische Wanderkarte hat Konkurrenz bekommen – das GPS-Gerät. Moderne GPS-Geräte sind außerordentlich präzise, bieten hervorragendes Kartenmaterial und im Internet findet sich ein großes Angebot an oft kostenlosen Wanderwegen aus der ganzen Welt zum Download. Stirbt die klassische Wanderkarte deshalb aus ? Können Sie sich in der Gletscherwelt der Alpen auf ein GPS-Gerät verlassen, um den Weg zur Hütte sicher zu finden ?

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Im Hochland von La Gomera

Diese Frage ist ganz klar mit  JA zu beantworten. Auch wenn eine gute Wanderkarte unabdingbar notwendig ist, um den großen Überblick über die Tour zu behalten, auch wenn GPS-Geräte natürlich als hochtechnische Geräte ausfallen können und dann der Umgang mit Karte und Kompass unerläßlich ist: GPS-Geräte sind extrem robust und führen Sie sicher ins Ziel, bei Nebel und bei Dunkelheit. Sie können sich nicht mehr verlaufen, Sie kennen immer die genaue Position und wenn Sie die Tour gut geplant haben, finden Sie das Ziel, die Alpenhütte, auch bei Sichtweiten unter zwei Metern relativ sicher. Ein gutes GPS-Gerät mit einer guten Karte bietet somit ein Maximum an Orientierung und auch an Sicherheit. Es lohnt sich also, sich mit diesem Thema zu befassen, auch wenn man in vermeintlich sicheren Gebieten unterwegs ist, denn plötzlicher Nebel kann auch dort auftreten. Hat man dann einmal die Orientierung verloren, kann es brenzlig werden. Das GPS-Gerät aber sagt vollkommen wetterunabhängig immer genau, wann es rechts oder links abgeht, man kann den korrekten Weg nicht mehr verlieren.
Sie benötigen ein modernes Outdoor-GPS-Gerät, das Angebot hat in den letzten beiden Jahren erheblich zugenommen, geeignete Geräte gibt es im Handel ab etwa 250 Euro. Auch viele Smartphones besitzen heute einen GPS-Empfänger, sind allerdings zum Wandern meist nicht geeignet. Für Smartphones steht nur beschränkt geeignetes Kartenmaterial zur Verfügung, die Geräte sind auch nicht stoßfest, nicht wasserdicht und die Spezialakkus dieser Handys sind im allgemeinen sehr schnell leer, so daß der Wanderer nach kurzer Zeit ohne GPS-Unterstützung in der Landschaft steht. Nehmen Sie Ihr Smartphone, werfen Sie es in ein 20 Meter entfernte Pfütze … ein Outdoor-GPS-Gerät hätte das überlebt. Die GPS-Empfänger der Smartphones sind oftmals deutlich weniger empfangsstark als die der GPS-Geräte. Ein wirkliches Outdoor-GPS-Gerät überlebt auch tiefe Stürze unbeschadet, ist absolut wasserdicht und ist mit normalen Batterien bzw. entsprechende Akkus einsatzfähig, die auf der Tour einfach ausgetauscht werden können, so daß Sie hiermit problemlos tage- oder wochenlang unterwegs sein können, denn passende Batterien bekommen Sie auch in einem Laden mitten in Afrika.
Wie soll ein geeignetes GPS-Gerät beschaffen sein ? Wozu soll es genutzt werden ? Wanderer wählen lieber ein kleines, handliches Gerät, während Mountainbiker vorzuweise ein Gerät mit einem größeren und blendfreien Display benutzen. Wichtig ist auch die Lage der Funktionstasten, lassen sie sich auch einfach drücken, wenn das Gerät am Fahrradlenker montiert ist oder ist die Handhabung auf Einhand-Seitenbedienung ausgelegt ? Oder doch lieber ein GPS-Gerät mit Touchscreen, das eine leichtere und intuitivere Steuerung ermöglicht, sich aber mit kalten Fingern und Handschuhen kaum bedienen läßt ?
Ganz wichtig ist das Kartenmaterial. Für Deutschland ist das kein Problem, da bietet jeder Hersteller Kartenmaterial im Maßstab 1:25.000 an, aber fahren Sie öfters ins Ausland? Das beste GPS-Gerät nutzt nichts, wenn Sie für Ihren Urlaub kein Kartenmaterial bekommen können. Kartenmaterial ist nicht billig, so kostet die Deutschlandkarte 1:25.000 bei allen Herstellern etwa 200 Euro. Oftmals allerdings lassen sich im Internet kostenlose Karten herunter laden, allerdings nicht für alle Länder und nicht immer in der gewünschten Qualität. So sind bspw. die kostenlosen Karten des Projektes Openstreetmaps für Deutschland meist hervorragend und besser als Karten, die auf den Daten der Vermessungsbehörden beruhen, für manche Regionen sind sie nur bedingt nicht zu gebrauchen, weil der Datenbestand (=Wegenetz) noch unzureichend ist. Auch ist die Installation dieser kostenlosen Karten nicht immer so einfach, wie es Ihnen der Händler vielleicht beschreibt, ein gewisses Maß an Kenntnis ist schon erforderlich.

Orientierung mit GPS-Gerät

Orientierung mit dem GPS-Gerät

Haben Sie ein GPS-Gerät und die geeignete Karte für die gewünschte Region, haben Sie immer noch keinen einzigen Wanderweg. Karten der neuesten Generation sind „autoroutingfähig“, d.h., wie bei der doch anders gearteten KFZ-Navigation tippen Sie den Zielpunkt Ihrer Tour ein und das GPS-Gerät berechnet den Weg vollkommen automatisch auch auf Wanderwegen und kleinen Pfaden für Wanderer, auf fahrradgeeigneten Wegen für Tourenradfahrer. Hier wird allerdings nicht immer die optimale Route berechnet, der kürzeste Weg ist nicht immer der schönste! Da ist es besser, vor der Tour den schönsten Weg am PC auf einer digitalen Karte selbst zu planen und dabei Rastplätze, Aussichtspunkte, idyllische Wege an Bachufern, Wege über den Grat sowie Einstiege in Klettersteige und ähnliches zu berücksichtigen. Auf den Internetseiten von Fremdenverkehrsämtern, Wandervereinen oder in Outdoorforen finden sich bestens ausgearbeitete und beschriebene Wanderrouten und Klettersteige mit allen touristischen Informationen, deren genauer Verlauf sich als „Track“ – so heißt ein navigierbarer Weg für das GPS-Gerät – herunterladen und sich ins GPS-Gerät einspielen läßt. Immer mehr Verlage gehen dazu über, zu den Beschreibungen in ihren Wanderführern einen entsprechenden Track des Wanderweges für das GPS-Gerät anzubieten, der sich nach dem Kauf des Führers aus dem Internet in das GPS-Gerät herunterladen läßt. Ein Verirren ist dann nicht mehr möglich, in der einen Hand haben Sie den Wanderführer mit der Beschreibung der Tour, in der anderen Hand Ihr GPS-Gerät, das Sie so genau leitet, das Sie Ihren Weg auch noch bei absoluter Dunkelheit sicher finden werden.

Mit dem GPS-Gerät unterwegs in den französischen Alpen

Mit dem GPS-Gerät unterwegs in den französischen Alpen

Allerdings, der Umgang mit dem GPS-Gerät ist nicht ganz so einfach. Bevor Sie auf große Tour gehen, machen Sie sich mit dem Gerät vertraut, machen Sie Probetouren in bekannter Umgebung, speichern Sie Ziele, die sie kennen und versuchen Sie diese sicher zu erreichen.
Aber wenn Sie mit Ihrem GPS-Gerät vertraut sind, ist es ein wunderbarer Wegbegleiter. Sie finden immer Ihren Weg, egal ob bei Sonnenschein im Königsforst oder bei Nacht im Siebengebirge. Sie finden auch noch bei Dunkelheit die Alpenhütte auf der Sie übernachten wollen und auch in der Sahara finden Sie sicher die Oase, die Ihr Überleben sichert.