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Weihnachten in der Wahner Heide

Weihnachten ist in diesem Jahr nicht wie es sonst meist war. Von Schnee ist schon mal gar nicht zu reden, auch die Temperaturen lassen uns eher an einen späten Herbsttag denken. Strahlend blauer Himmel, die Sonne wärmt derart, das ein T-Shirt ausreicht …. da haben wir einmal geschaut, was denn die Esel in der Wahner Heide so machen.

Herfled

Natürlich geht es auch bei anderem Wetter. Eine Tour durch den Geisterbusch und durch das Herfeld Moor hat immer ihren Reiz, bei Nebel, bei Frost und Schnee, in der Sonne, in der Dämmerung. Ein bißchen laut ist es oft, wenn donnernd die Jets starten, aber auch beeindruckend, wenn ein riesiger Jet auf der Querwindbahn landet und im Herfeld nur wenige Meter über unseren Köpfen entlang schwebt.

Querwindbahn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Sonne tauchte das Herfeld heute in ein goldenes Licht, auf der Hasbacher Wiese haben wir Esel und Wasserbüffel getroffen.

Wie kommt man hin ? Auf der A 59 Richtung Flughafen, im Kreuz Flughafen die Anschlussstelle Porz-Grengel, auf dem Mauspfad Richtung Rath und und dort in die alte Panzerstrasse  (Alte Kölner Strasse). Nach der großen Kurve nach rechts liegt links der Strasse der Geisterbusch. Immer wieder kommen kleine Parkplätze.

Durch den Geisterbusch in der Wahner Heide

Der „Geisterbusch“ in der Wahner Heide bei Köln-Porz lohnt immer einen Ausflug, egal ob im Morgengrauen, zum Sonnenuntergang, tagsüber oder sogar nachts.

Die flache Landschaft der Wahner Heide ist reizvoll für gemütliche Spaziergänge, aber auch für etwas längere Wandertouren. Ein paar Einkehrhäuser wie das „Bambi“ in Rösrath oder der „Heidekönig“ in Troisdorf sichern das Überleben, in Köln-Rath erreicht man notfalls immer noch die „Schmitzebud“ an der Endhaltestelle der Linie 9.

Radtour im Geisterbusch

Für leichte Radtouren ist die Wahner Heide prädestiniert, es gibt nur ein paar kleine Hügel. Was gelegentlich stört, sind die Flugzeuge, die den Flughafen anfliegen oder starten, sie donnern schon mit ohrenbetäubendem Lärm über unsere Köpfe hinweg – allerdings, das hat auch sein Faszination. Bei Kindern lösen die Jets in jedem Fall Begeisterung aus.

Die alte Panzerstraße biegt bei Porz vom Mauspfad ab und durchquert die Wahner Heide östlich des Flughafens und führt direkt am Geisterbusch vorbei. Einige Wanderparkplätze stellen gute Ausgaangspunkte für Touren dar, hier stehen auch Übersichtstafeln mit Wanderwegen. Weg ohne Auto von köln kommt, fährt mit der KVB-Linie 9 bis Endstation und startet direkt seine Radtour durch die Wahner Heide.

Der Geisterbusch ist eine Weidelandschaft ohne Sumpf und ohne Wald, offene Wiesen, viele mit Heidekraut bewachsen, häufig Ginsterbüsche, weite Gebiete mit Elektrozäunen eingezäunt. Hier weiden Glanrinder, Ziegenherden ziehen umher und auch eine Eselherde taucht gelegentlich auf. Immer wieder Grund genug, sich niederzulassen, die Tiere zu beobachten und den Fotoapparat zu zücken. Für Eltern mit Kindern ist der Geisterbusch in jedem Fall ein ideales Ausflugsziel, Ziegen, Esel und Kälbchen kommen immer gut an.

 

Morgengrauen in der Wahner Heide

Morgengrauen.
Wahrlich, es ist kein Grauen, den Sonnenaufgang in der Wahner Heide anzuschauen. Eher ist es ein Erlebnis, wenn es langsam hell wird, vielleicht noch Nebelschwaden über die Landschaft ziehen und die Sonnen glühend hinter den Bäumen hervor kommt.

Heidedünen vor dem Sonnenaufgang

Heidedünen vor dem Sonnenaufgang

Es ist schon eine Weile her, Mitte März 2014, das ich das letzte Mal zum Sonnenaufgang dort war, da war der Morgen noch kalt, Skiunterwäsche und Thermohose, eine Thermoskanne voll heißem Tee, alles gut. Die Erikapflanzen waren noch von Rauhreif überzogen, auf den Pfützen waren Eisschichten, aber am Horizont dämmerte es schon.

Ein idealer Ort ist der Heidekönig, eine Waldgaststätte direkt am Rand der Wahner Heide bei Troisdorf, ich fahre mit dem Auto praktisch in die Heide hinein, bis auf den Parkplatz des Heidekönigs. Ich will ja nicht schon des Nachts loswandern, so gemütlich war es um diese Jahreszeit auch nicht. 20 Minuten Fussweg, der Weg ist markiert und schon stehe ich inmitten der eiszeitlichen Sanddünen der Wahner Heide. Stativ aufgestellt, am östlichen Waldrand hinter der Heide droht der Sonnenball gleich hervorzubrechen. Mit einer scheinbar rasenden Geschwindigkeit schiebt sich die Sonne über den Horizont. Die Landschaft ist weit, nur Calluna-Heide (das sind die lila blühenden Erikapflanzen), ab und an eine Birke. Die Sonne färbt die Landschaft in rot-orange-gelb-Töne, bald fängt sie an zu wärmen ….

Ein grandioses Schauspiel, das ist immer wieder lohnenswert. Noch im Mai werde ich mir das wieder anschauen.

Link zur Gaststätte Heidekönig

Ein schöner Artikel mit etlichen Tipps, wohin in der Wahner Heide ein Tour lohnt, erschien gerade im Kölner Stadtanzeiger  HIER