Märchenhaftes Kasbachtal bei Linz am Rhein

Gestern machten wir uns auf in Kasbachtal, das von Kasbach am Rhein – einem kleinen Ort neben Linz – auf dem Rheinsteig hinauf nach Vettelschoss führt.
Wir parkten das Auto an der Steffen-Brauerei oberhalb von Kasbach-Ohlenberg, mitten im Wald. Der Weg dorthin ist leicht zu finden, schon auf der B 42 unten am Rhein ist die Brauerei ausgeschildert, es geht in die Kasbachtalstrasse hinein. Ein gar nicht so schlechter Startpunkt, die Tour beginnt mitten im Wald in der Natur und bei der Rückkehr lässt es sich dort direkt zur Erholung einkehren.

Um es vorweg zu nehmen, wir wollten einen Rundweg machen, den Wanderweg durchs Kasbachtal hinauf und dann über den Meerberg wieder hinab, aber diesen Weg gibt es nicht. Ganz oben am Forsthaus in Kahlenborn angekommen, mußten wir uns über die Hauptstrasse mit vielen LKW quälen, dann durch eine Steinbruchgelände im Abbau, in dem uns auch alle paar Minuten ein LKW an den Wegesrand zwang. Nur hin und zurück ist möglich.

Aber dennoch ist die Tour eine Empfehlung wert, es gibt nämlich die Kasbachtalbahn. Sie fährt Freitag bis Sonntag von Linz hinauf nach Kalenborn mit einem Zwischenstopp an der Brauerei Steffen, ab Mai bis in den Herbst fährt die Bahn auch Mittwochs. Den Fahrplan findet Ihr im Internet            Fahrplan der Kasbachtalbahn

So hat jeder Wahl, geht er bergauf oder bergab. Mit der Bahn nach oben und wieder hinab laufen, oder hinauf laufen und mit der Bahn wieder runter. In jedem Fall führt ein wunderschönen Wanderweg, etwa 8 km lang, durch das Kasbachtal, über große Strecken führt der Rheinsteig dort entlang. Fast immer läuft der Weg neben dem Bach her, ein romantisches Tal, öfters tiefer eingeschnitten mit steilen Felsformationen an der Seite, immer plätschert der Bach munter.

Kasbach-1000

Meist wandern wir durch hohen Buchenwald, dessen frisches Grün gerade jetzt im Frühling einer wirkliche Erholung für die Seele darstellt. Immer wieder kreuzt der Weg die Eisenbahntrasse der Kasbachtalbahn, durch Unterführungen aus Natursteinen geht es auf die andere Seite der Bahnlinie. Leider fährt der Zug noch nicht, sonst hätte er uns sicherlich mal überholt.

Mauer einer Eisenbahnunterführung
Mauer einer Eisenbahnunterführung

Der Bach windet sich und gurgelt, wir passieren eine Rastplatz mit Schutzhütte, aber so lange sind wir noch unterwegs, das wir schon wieder Pause machen wollen. Irgendwann zweigt der Wanderweg LZ14 Richtung Meerberg ab, dies wäre die Möglichkeit eines Rundweges am Meerberg vorbei, aber wir wollen das Kasbachtal komplett durchwandern. Also gehen wir weiter, immer wieder bewundern wir die Felsformationen am Wegensrand, Sandsteine aus dem Erdzeitalter Devon, die uns zeigen, das hier von 400 Millioenen Jahren ein Meer war. Wir schauen auch nach Fossilien in den Sedimentgesteinen, können aber keine finden.

Später überqueren wir den Bach auf einer Brücke, danach geht es etwas steiler einen Pfad hinauf. Es fällt auf, das hier auf einmal Basaltbrocken herum liegen, ein deutliches Zeichen, das wir an den Abhängen des Meerberges entlang gehen, der Meerberg schließlich ist eine Basaltkuppe.

Nachdem wir eine Wiese passiert haben, treten wir mitten im Wald in eine seltsame Allee aus Buchen ein. Schnurgerade führt sie bis zu einer Brücke, über die unser Weg geht, die Allee aber biegt nach links aub und führt den Hang hinunter. Diese Strasse zeugt von einem ehemaligen Bergbaugebiet an dieser Stelle, hier wurden früher Kupfererze abgebaut, wir sind im Bereich der alten Grube Clemenslust.

Mitten im Wald ... eine Buchenallee
Mitten im Wald … eine Buchenallee

Immer wieder erfreuen wir uns an dem naturbelassenen Bachbett und seiner Umgebung, umgefallene Baumstämme, die alt und bemoost quer über dem Bach liegen, kleine Wasserfälle, Baumstümpfe, auf denen Farne wachsen, überall wachsen Blumen und Kräuter, der Ginster blüht.

Fazit : auch für Wanderer, die mal nicht so viel wandern wollen, eine sehr empfehlenswerte Ausflugsidee, die Zugfahrt begeistert Technikfans und im Wald ist es auch am heißesten Sommer angenehm schattig.

 

Brauerei-1000

… und zum Ende lockt die Brauerei mit großem Biergarten und deftiger Küche.

Apfelblüte auf den Wachtberger Streuobstwiesen

Ein bisschen früh ist der Frühling in diesem Jahr, aber was soll es, umso schöner für die, die gerne in der Landschaft unterwegs sind. Und das bin ich zweifelsohne … also auf ins Drachenfelser Ländchen, wo in diesen Tagen die Apfelblüte ganz besonders schön ist.
Neben dem „Alten Land“ bei Hamburg und der Obstanbauregion am Bodensee ist der Raum rund um Meckenheim und Wachtberg die größte deutsche Apfel-Anbauregion. Riesige Felder sind mit Apfelbäumen bestanden und gerade jetzt blühen sie, ein wunderbarer Anblick vor dem blauen Himmel.

Viele Obstbaum-Plantagen sind mit kleinwüchsigen Apfelbäumen in Reihe und Glied bestanden, praktisch für die Ernte durch den Landwirt. So richtig schön sind sie aber nicht. Viel reizvoller und uriger sind die Streuobstwiesen mit ihrem oft alten Baumbestand, mit krummgewachsenen Bäumen, von denen jeder seinen eigenen Charakter hat. Dort wachsen alte Apfelsorten, die viele Menschen gar nicht mehr kennen, weil sie nicht im großen Rahmen angebaut werden, die aber ausgesprochen wohlschmeckend sind.  Die Streuobstwiesen sind aber auch ökologisch von großer Bedeutung, sie bieten Wohnraum für viele Vogel- und Insektenarten.

Deshalb bin ich direkt ein paar Stunden lang durch die Streuobstwiesenlandschaft spaziert und habe die Speicherkarte meiner Spiegelreflexkamera gefüllt. Schöne Streuobstwiesen gibt es im Raume Wachtberg bspw. auf dem Dächelsberg bei Wachtberg-Oberbachem und im Züllighovener Tal bei Wachtberg-Züllighoven.

Mehr Informationen findet Ihr auf den Internetseiten des Wachtberger Vereins zur Pflege der Streuobstwiesen

www.streuobst-wachtberg.de/

Streuobstwiesen-008-500

 

Schatzsuche auf der Löwenburg

Im Sonnenaufgang auf der Löwenburg - Januar 2014
Im Sonnenaufgang auf der Löwenburg – Januar 2014

Mit Steffen Reeder vom Fernsehsender Center TV bin ich einst auf Schatzsuche gewesen. Im Siebengebirge machten wir uns auf die Suche nach dem Geocache auf der Löwenburg im Siebengebirge. Dieser Film enthält ziemlich viele Informationen zum Geocaching grundsätzlich, wer wissen möchte, wie Geocaching funktioniert, bekommt hier viele Informationen.

Film : Der Schatz der Löwenburg

 

Lavakeller Mendig

Alt-Mendig ist unterhöhlt
Alt-Mendig ist unterhöhlt

30 Meter unterhalb der Stadt Mendig verbirgt sich ein mehrere Quadratkilomter großes Steinbruchssystem. Jahrhunderte lang wurde hier Basalt abgebaut.

Oben auf dem Leyberg

basaltischer Blick auf Bad Honnef und das Rheintal
basaltischer Blick auf Bad Honnef und das Rheintal

Einer der traumhaftesten Orte des Siebengebirges mag der Leyberg sein. Ein schmaler Pfad führt hinauf, oben stehen zwei Bänke, von Basaltsäulen eingekreist, ein idyllischer Platz mit einem grandiosen Blick über das Rheintal. Geologisch interessant ist der Leyberg ebenso, eine von der Erosion freigelegte Basaltintrusion in den dort ehemals vorhanden Quarzittuff des Siegengebirges.