Das größte Loch Deutschlands

Märchenhaftes Rheinufer in Porz-Langel

Porz-Langel. Südlichster Stadtteil von Köln, verträumt, abgelegen und von den Kölnern oft gar nicht zur Kenntnis genommen. Viele wissen gar nicht, das es diesen Stadtteil gibt. Aber das ist gut so, denn so ist der Rheinbogen bei Langel immer noch ein Geheimtipp.

Langel ist Überflutungsgebiet in jeder Hinsicht. Direkt am Rhein gelegen, durch mächtige Deiche geschützt, gehen wir hinter der Kirche hinunter an den Rhein, passieren ein Hochwassersperrwerk, das an einem gewissen Pegelstand geschlossen wird, immer geradeaus.

Rechts des Weges liegen ein paar verträumte Teiche, in denen der Langeler Angelverein jetzt sein Revier hat, alte Weiden lassen ihre Äste ins Wasser hängen, Wasservögel schätzen diesen Ort.

Wir gehen geradeaus ans Rheinufer, je nach dem, wie der Wasserstand des Rheins ist, liegen weite Sand- und Kieselstände vor uns. Die Sandstände sind von Rheinmuscheln übersäht, in den weiten Geröllbänken finden wir Achate, Jaspis und Karneol, schöne Treibhölzer eigen sich für Dekozwecke. Enten, Möwen, Schwäne, Kormorane, Gänse und andere Wasservögel lassen sich beobachten. Wir können nach links gehen, immer am Rheinufer entlang, immer über die Kieselsteinbänke, bis wir das Kölner Stadtgebiet verlassen und in Niederkassel angekommen sind. Gegenüber liegt Wesseling, das krasse Gegenteil. Die Kühltürme des Kraftwerks glitzern in der Abendsonne wunderbar, eine Welt voller Röhren und Raffinerieanlagen macht die andere Rheinseite zu einem gebiet, das man lieber nur von ferne sehen möchte.

An vielen Stellen läßt sich das Rheinufer auf schmalen Pfaden verlassen, durch den Langeler Auwald hindurch gelangen wir etwas hangaufwärts auf den Deich und blicken in einen großen Polder, der im Ernstfall geflutet werden kann. Ernstfall heißt, der Pegel des Rheins steigt dermaßen an, das die Stadt Köln bedroht ist, dann wird dieses Gebiet geflutet, die Felder laufen voll und der Pegel in der Kölner City sinkt um ein paar – vielleicht entscheidende – Zentimeter.

Der Langeler Auwald und die Lülsdorfer Weiden werden regelmäßig vom Rhein überflutet, sie sind dem Deich vorgelagert. Noch wachsen hier überwiegend Pappeln, die aber nach und nach durch die typischen Auwaldbäume wie Esche und Bergahorn ersetzt werden. Ein Naturschutzgebiet, das noch ursprünglich ist, wie einst die Auwälder am Rheinufer vielerorts waren. Sumpfiges Unterholz, umgefallene Baumriesen, die langsam vor sich hinmodern, eine Welt wie aus Mittelerde. Der Auwald läßt sich durchwandern, der markierte KölnPfad führt mitten hindurch. Ganz besonders spannend ist der Auwald in den frühen Morgenstunden, wenn hier noch die Nebel knapp über der Erde hängen und die ersten Sonnenstrahlen durch die Wipfel brechen.

Oben auf dem Deich führt ein geteerten Radweg entlang, der Rheinradweg, auf ihm kommen wir gemütlich wieder nach Langel zurück.

Übrigens : wenn sie die Kiesbänke am Rheinufer nicht finden, dann ist Hochwasser. Dann kommen Sie ein anderes mal zurück.

 

Indian Summer im Siebengebirge

Blick vom Drachenfels

Herrliche Herbsttage liegen hinter uns. Auch wenn es nun gerade mal kalt ist und die ersten Schneeflocken gefallen sind, wird der Herbst noch eine Weile andauern. Der Schnee wird wieder weg sein, die Sonne kommt wieder raus und die Bäume werden noch bunter, noch gelber und noch roter.

Macht Euch auf und genießt die Sonne, wenn Sie wieder scheint. Gerade das Siebengebirge mit seinen weiten Laubwäldern ist prädestiniert für herrliche Herbstwanderungen und wunderbare Panoramablicke auf bunte Herbstlandschaften. Aber auch die überall hervorsprießenden Pilze und das gelbe Laub im Detail bieten schöne Motive.

Tipps

  • Auf den Drachenfels und von dort den Ausblick über den glitzernden Rhein genießen. Abwärts Richtung Milchhäuschen und durch das Nachtigallental wieder zurück.
  • Von der Löwenburg gibt einen nahezu uneingeschränkten Rundumblick.
  • Morgens auf dem Ölberg, wenn die Täler noch im Nebel liegen, danach zum Einkehrhaus am Stenzelberg und dort in der Mittagssonne auf der Terrasse Kuchen essen.
 Blick vom Gipfel des Ölberges
Blick vom Gipfel des Ölberges

Herbst auf dem Rodderberg

Langsam wird der Oktober golden.
Der Stand der Sonne wird tiefer, sie strahlt gelbe und rote Blätter auf den Bäumen an, das Farbenspiel wird immer faszinierender.

Blick vom Rodderberg nach Bonn
Blick vom Rodderberg nach Bonn

Heute war ich auf dem Rodderberg, einem Vulkan bei Bonn-Mehlem. Ein etwas abseits gelegener Vulkan, blickt man auf die Landschaft ringsum. Gegenüber das Siebengebirge, ein 25 Millionen Jahre alter Vulkanismus. Ebenso im Drachenfelser Ländchen westlich von Mehlem. Der Wachtberg, der Dächelsberg, der Vulkan des Domsteinbruches bei Berkum … alle sind etwa 25 Millionen Jahre alt. Nur der Rodderberg ist ein junger Vulkan von etwa 300.000 Jahren. Er gehört nicht hier hin, er gehört grundsätzlich zum Vulkanismus der Osteifel, zu den Vulkanen rund um den Laacher See herum … ein etwas nördlich gelegener Ausrutscher.

Es ist lohnend, den Rodderberg zu dieser Jahreszeit zu umwandern. Von Bonn-Mehlen folgen wir der Strasse nach Niederbachem, hinter Mehlem zeigen die Wegweiser zum Rolandsbogen und Rodderberg. HagebutteDort oben gibt es Wanderparkplätze, von denen wir unsere Routen um den Rodderberg starten können. Die Wege sind nicht lang und nicht steil, aber es gibt grandiose Aussichten über das Siebengebirge, über Bonn und nach Westen hin über das Drachenfelser Ländchen.

Spektakulär ist natürlich der gegenüber gelegene Drachenfels, der in der gelben Vormittagssonne scheinbar seinen vulkanischen Ursprung offenbart.

auf dem Rodderberg
auf dem Rodderberg
Blick vom Rodderberg auf Bonn
Blick vom Rodderberg auf Bonn

Der Rodderberg … ein wunderbares Ziel für einen gemütlichen Wanderausflug mit herrlichen Panoramablicken über das Rheintal und über das Siebengebirge.