Löwenburg – zur jeder denkbaren Zeit

Es gibt wenig Orte, deren Besuch zu jeder nur denkbaren Zeit lohnt.

Morgens, Mittags, Abends, Nachts. Im Winter, im Frühling, im Sommer, im Herbst.

Die Ruine der Löwenburg im Siebengebirge, oben auf dem gleichnamigen Berg Siebengebirge ist solch ein Ort, ein wirklicher Lieblingsort zu jeder nur denkbaren Zeit.

Die Fernsicht von der Löwenburgruine ist in jede Himmelsrichtung genial. Nach Osten schaut man weit über das Siegerland, nach Südosten über den Westerwald, da schaut auch noch der Meerberg am südlichen Rande des Siebengebirges hervor. Tief unten im Tal glitzert der breite Strom des Rheins. Die gesamte Eifel liegt zu Füßen. Am Horizont qualmen die Kühltürme der Braunkohlekraftwerke und die Spitzen des Kölner Doms ragen weit hinter Bonn in den Himmel. Auch auf die direkte Nachbarschaft, auf Ölberg, Petersberg und Drachenfels ist der Blick frei.

Phänomenal sind die Sonnenaufgänge, wenn hinter dem Westerwald der Feuerball der Sonne in den Himmel aufsteigt. Genauso faszinierend sind die Sonnenuntergänge. Der Rhein wird vergoldet und fließt als glitzerndes Band entlang, die Ruine der Löwenburg erscheint feurig-rötlich angestrahlt, Bonn und Köln versinken langsam in der Dunkelheit, wenn die Sonne hinter den Braunkohlekraftwerken langsam nach unten sinkt.

An schönen Sommerabenden ist man nie alleine auf der Löwenburg, ein paar Sonnenuntergangsfans finden sich dort immer mit Picknick und Weinflasche ein.

In der Nacht bei sternklarem Himmel ist es auf der Löwenburg dunkel genug, um endlose Sterne zu sehen und doch noch den Blick auf die Lichter der Städte zu genießen.

Im Winter im Schnee, im dichtesten Nebel, wenn die Ruine auf einmal schemenhaft aus dem grauweißen Dunst auftaucht, an den schönsten Sommertagen, ein Aufstieg auf die Löwenburgruine ist immer ein Erlebnis.

Die Löwenburgruine im Morgennebel vor dem Sonnenaufgang, der dann doch nicht kam. – Januar 2015
Löwenburgruine im Schnee – Januar 2015
Löwenburgruine im morgendlichen Nebel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur richtigen Tageszeit bietet sich am Fußes des Berges der Löwenburger Hof zur Rast an.

Wie kommt man hin ?

Von alten Ortskern Rhöndorfs mit seinen Fachwerkhäusern in die Löwenburgstrasse hinein, am Friedhof vorbei und dann nur noch geradeaus durch das Rhöndorfer Tal.

Vom Schmelztal aus vom Wanderparkplatz Schmelztal den gut ausgeschilderten Wanderweg hinauf auf die Löwenburg, dies ist der längste und steilste Anstieg. Aber wir sind doch schließlich sportlich.

Von der Margarethenhöhe in Königswinter-Ittenbach Richtung Löwenburg, der Weg ist ebenfalls gut ausgeschildert.

Insbesondere am Abend, nach dem Sonnenuntergang, sollte niemand seine Stirn- und Taschenlampe vergessen, denn der Rückweg führt schließlich eine Weile durch den dann doch richtig dunklen Wald.

 

Eine schönen Blogbeitrag hat die Reisejournalistin Antje Zimmermann verfaßt, nachdem wir zusammen im Siebengebirge unterwegs waren und auch die Löwenburg erobert hatten.

Hier in Ihrem Reiseblog Weltenkundler

Eine Antwort auf „Löwenburg – zur jeder denkbaren Zeit“

  1. Das ist ja interessant – und kaum jemand weiß, dass solch faszinierende Sachen fast direkt vor der Haustür zu finden sind. Das macht Lust auf Spaziergänge – zu jeder Jahreszeit.
    Und erst recht, in Vollmondnächten auf der Löwenburg zu sein.
    Danke für diesen tollen Tipp!

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