Eiszeit am Wasserfall Dreimühlen

Im Sommer ist es schon ein schöner Ort, aber jetzt im Winter, bei Frost, da ist es doch ein rechtes Spektakel. Und es wird im Laufe des Winters noch schöner werden.

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Der Wasserfall Dreimühlen bei Nohn in der Eifel – ganz in der Nähe von Hillesheim – ist ein merkwürdiges Ding. Er ernährt sich selber und wächst und gedeiht, er wird immer größer.

Weil das Wasser, das diesen Wasserfall hinab fällt, durch das Kalkgestein der Hillesheimer Kalkmulde fließt, ist im Wasser viel Kalk gelöst. Fällt das Wasser des Baches über die Kante des Felsens hinab, sprüht das Wasser durch die Luft, erwärmt sich und der gelöste Kalk fällt aus. Der Felsen wächst. Zumindest im Sommer geht das so, im Winter wächst der Felsen des Wasserfalls dann nicht – oder doch, er vergrößert sich durch Eis.

Das Wasser des Baches sprüht über den Felsen, Wasserdampf steigt auf, der Berg aus Eis wird immer dicker, im Moos hängen kleine, am Felsen riesige Eiszapfen. Ästchen und Grashalme sind von dicken Eispanzern umhüllt. Besonders schön ist es, wenn die Sonne über den Berg kommt, was in der Winterzeit erst später am Vormittag und dann auch nicht allzu lange der Fall ist.

In der Ortschaft Nohn bei Üxheim/Ahütte ist der Wasserfall deutlich ausgeschildert. Kurz vor den Nohner Mühle parken wir das Auto (mit ÖPNV ist der Wasserfall leider nicht zu erreichen) und gehen in den Feldweg hinein, biegen aber direkt nach rechts hangaufwärts ab, um einen größeren Bogen über den ausgeschilderten GeoWanderpfad zu machen.  Bald führt der Pfad wieder hangabwärts, durch Bachtal, über von Rauhreif überzogene Wiesen, denn die Wintersonne kommt hier unten im Tal gar nicht an.  Was ist das für ein faszinierendes Bild, alles wie verzuckert weiß. Auch der Wasserfall liegt im düsteren Weiß, bis die Sonne kommt, ihn anleuchtet, grün und gelb erstrahlen lässt, das Eis in allen Farben glitzert, die Wasserdämpfe aufsteigen …

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