Das größte Loch Deutschlands

Westlich von Köln bei Bergheim fressen die Schaufelradbagger gigantische Löcher in die Erde, um dort an die Braunkohle zu gelangen. Es eine Welt voller Gigantismen : der Tagebau Hambach ist der größte Tagebau Deutschlands. Die Sophienhöhe ist die größte Bergbauhalde Deutschlands. Rundum stehen drei der fünf größten deutschen Kraftwerke.

Der Blick auf diese Welt lohnt einen Ausflug.

Tagebau Hambach-1-1000

Die Sophienhöhe ist die gewaltige Bergehalde im Norden des Tagebaus Hambach. Im Süden, Richtung A4, drehen sich die Räder der Schaufelradbagger und hobeln Deckschichten und Braunkohle aus dem Berg. Während die Braunkohle zur Verstromung in die Kraftwerke befördert wird, muss der Abraum wieder abgelagert werden, er wird über Förderbänder an den nördlichen Rand des Tagebaus gebracht und dort von den Absetzern wieder aufgeschüttet. So wächst die Sophienhöhe Jahr für Jahr in die Höhe, aber auch nach Süden. Am einstigen Gipfelkreuz auf der Höhe läßt sich dies gut beobachten.

Da die Braunkohletagebaue nicht betreten werden dürfen, empfiehlt sich ein Wanderung über die Sophienhöhe, von oben bieten sich herrliche Ausblicke in den riesigen Tagebau und auf die am Horizont rauchenden Braunkohlekraftwerke. Wie auch immer man zur Problematik des Braunkohleabbaus stehen mag, die Impressionen sind faszinierend.

Zwei lohnende Möglichkeiten bieten sich:

Am Westrand der Sophienhöhe führt die L 264 entlang, der Wanderparkplatz Sophienhöhe bei Hambach ist deutlich ausgeschildert. Eine große Tafel zeigt dort die Wanderwege, am besten geht man einfach in Richtung Römerturm, dem höchten Punkt der Sophienhöhe mit herrlichen Aussichten

Am Ostrand der Sophienhöhe bei Elsdortf an der Strasse Auf der Heide gibt es ebenfalls Wanderparkplätze, von denen es auf den oberen Rand der Sophienhöhe geht, von hier bieten sich sehr gute Einblicke in den gewaltigen Tagebau Hambach.

 

Eine Antwort auf „Das größte Loch Deutschlands“

  1. Wer einmal oben war, wird immer, immer, immer wieder kommen. Die Aussicht ist einfach phänamonal.
    Aber wer nicht gut zu Fuss ist, kann auch die ausgeschilderten „Aussichtspunkte“ besuchen.
    Auch kann man ein weiteres Loch besuchen: den Tagebau Garzweiler mit seinen Aussichtspunkten bei Jackerath (mit seiner schwingenden Plattform) und bei Hochneukirch (nicht leicht zu finden).

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