Burg Landskrone hoch über der Ahr

Endlich die ersten Frühlingstage, an denen wir auch ohne zu zittern mal hoch oben auf exponierten Gipfel stehen und die Landschaft genießen können. Warme Sonne lockt nach draußen und uns lockte es am vergangenen Sonntag auf die Landskrone hoch über Bad Neuenahr-Ahrweiler.
Die Landskrone – ein markanter Berg am Eingang des Ahrtales – ist dieser Berg, den wir alle schon gesehen haben, wenn wir auf der Autobahn A 61 über das Ahrtal gefahren sind. Immer ins Auge fällt die weithin sichtbare weiße Kapelle über den Weinbergen, das darüber auf dem Gipfel noch eine mittelalterliche Burgruine steht, ahnt man von weitem nicht.

Diese Tour läßt sich auch gut mit ÖPNV planen, von Köln aus fährt die Regionalbahn nach Remagen, dort steigt man um in die Ahrtalbahn in Richtung Ahrbrück und fährt bis Bahnhof Heimersheim. Wer mit dem Auto kommt, findet am Bahnhof Heimersheim ebenfalls Parkplätze, das Navi möchte aber wissen, das der Bahnhof Heimersheim auf der Landskroner Strasse im Ort Bad Neuenahr liegt.

Steil geht es los, da kommt man schon mal etwas ins Pusten. Vom Bahnhof führt direkt auf der anderen Strassenseite der Weg durch die Weinberge hinauf in Richtung Landskrone. Oben in den Weinbergen folgen wir aber nicht dem grünen Wegweiser zur Landskrone, an der zweiten Feldwegkreuzung in den Weinbergen sind wir vom steilen Anstieg erlöst und gehen nach links durch die Weinberge. Um die Landskrone herum, bis wir in den Wald gelangen und dort nach rechts hangaufwärts ein kleiner, aber markierter Pfad in Richtung Kapelle führt. Achten wir auf diesem Weg auf den Untergrund: solange wir durch die Weinberge wandern, sehen wir als Gestein unter uns sandige Schiefer, das Gestein, auf dem der Winzer seinen Wein anpflanzt. Im Wald häufen sich die Basaltbrocken, die von oben herab gerollt sind : die Landkrone ist ein alter Basaltvulkan, an der Kapelle werden wir das spätestens erkennen.

Basaltbrocken werden immer häufiger
Basaltbrocken werden immer häufiger

 

Die Kapelle auf der Landskrone ist der erste Ort, der eine kleine Pause lohnt, den Ausblick über das Ahrtal sollten wir schon einen Moment genießen, vielleicht ist aus die Kapelle geöffnet.

Hinter der Kapelle sind wunderschöne Basaltsäulen zu sehen, erstarrte Lava, die zeigt, das die Landskrone vulkanischen Ursprungs ist.  Wir gehen vom Aussichtsplateau vor der Kapelle 50 Meter zurück, nach rechts oben zweigt der Pfad ab, der uns zur Burgruine führt.

Die Kapelle auf der Landskrone
Die Kapelle auf der Landskrone

Ein Highlight, hier sollte gepicknickt werden. Ein 360°-Rundumblick, der seinesgleichen sucht. Auf der einen Seite reicht der Blick weit über den Westerwald, im Norden steht das markante Radom von Wachtberg, im Süden stehen die Eifelvulkane und im Westen blicken wir scheinbar bis zur Quelle der Ahr. Egal ob morgens zum Sonnenaufgang, in der Mittagssonne oder des Abends zum Sonnenuntergang, der Aufstieg zur Burg Landskrone lohnt immer und auch wenn dunkle Wolken hier im Wind entlang ziehen, ist es ein imposanter Ausblick. Aber glücklicherweise hatten wir am Sonntag herrlichen Sonnenschein und weite Fernsicht.

Runter geht es vom Gipfel auf dem asphaltierten weg, immer geradeaus, an der grün-weißen Schranke folgen wir dem Wegweiser Richtung „Galgen“ und „Köhlerhof“. Am Waldrand stand dann auch tatsächlich einst ein Galgen, an dem böse Verbrecher baumelten, heute ist der Galgen durch ein Basaltkreuz ersetzt.  Exif_JPEG_PICTURE

Immer weiter geht es durch die Felder in Richtung Köhlerhof, einem alten Bauernhof mitten in der Landschaft. Hier gibt es Dinge zu sehen, über die das Herz lacht …. freilaufende Hühner, die wie wild über die Wiese rennen, ein Hahn steht nicht auf dem Mist, aber er sitzt auf dem Heuwagen mitten auf der Wiese, zwischen den Hühnern tummeln sich ein paar Schafe und Ziegen. Da öffnen sich hinter uns im Stall die Türen und eine Herde brauner Kühe kommt heraus. Milchkühe, Jungbullen und ein Kälbchen, man merkt ihnen an, wie sie freuen, ins Freie und in die Sonne zu kommen. Sie muhen laut durcheinander und manche springen ausgelassen auf der Wiese umher. So ein Leben wünscht man sich für jede Kuh, fernab von der Massentierhaltung. Am Köhlerhof steht an der Kreuzung ein Heiligenhäuschen, wir biegen nach recht ab Richtung Golfplatz.

Im Gelände des Golfplatzes, auf dessen Gelände sich noch die Häuser des alten Gutshofes finden, biegt hinter den Fischteichen die Straße nach rechts ab.  Diese Teiche habe es in sich. Große Trauerweiden lassen ihre lange Äste ins Wasser hängen, im Wasser ziehen große Karpfen ihre Runden und neben allerhand Enten und Wasserhühnern schwimmen weiße und auch ein Paar schwarze Schwäne herum.

Schwarzer Schwan auf den Fischteichen am Golfplatz Köhlerhof

Wir folgen dem Weg, am Ende des Golplatzes biegt die asphaltierte Strasse nach rechts ab, wir aber gehen geradeaus in den Feldweg hinein, es geht ein bißchen hangaufwärts, bis der Weg in ein breiteren Fahrweg mündet. Zahlreiche Wegweiser sagen uns: wir sind jetzt auf dem Rotweinwanderweg.

Bahnhof Heimersheim

Wir folgen ihm rechts hangabwärts, kommen durch die Ortschaft Lohrsdorf, bleiben aber auf dem Rotweinwanderweg und sehen nach zwei Kilometern unter uns den Bahnhof Heimersheim.

 

 

 

Diese Tour gibt es auch immer wieder als GeoExkursion

Eidechse in der Weinbergmauer

 

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